Devětsil

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Devětsil (deutsch Pestwurz, wortlich übersetzt Neunkräfte) war eine Gruppierung tschechischer Avantgardekünstler der 1920er Jahre. Sie wurde 1920 in Prag gegründet, eine zweite Gruppe bestand ab 1923 in Brünn. Die Mitglieder widmeten sich der proletarischen Kunst und dem sogenannten magischen Realismus; ab 1923 engagierten sie sich im Poetismus. Die Gruppe beteiligte sich an der Organisation des künstlerischen Lebens in Böhmen und Mähren. Der Prager Verband gab regelmäßig die Zeitschrift Revue Devětsilu – ReD (Revue des Devětsil) heraus, die Brünner Gruppe Pásmo (Der Band). Daneben wurden einige Sammlungen von poetischen und literarischen Werken publiziert und Ausstellungen organisiert.[1]

Ein besonderes Ereignis war das 1929 formulierte Manifest der Sieben, das von sieben Mitgliedern der Vereinigung (und übrigens zugleich Gründungsmitgliedern der kommunistischen Partei) unterschrieben wurde und sich scharf gegen die Bolschewisierung der Partei wandte. Sie wurden bald darauf aus der Partei ausgeschlossen.[2][3]

Der ursprüngliche Name lautete U.S. Devětsil bzw. Umělecký Svaz Devětsil (Künstlerischer Verband Devětsil), wurde einige Male geändert und lautete ab 1925 Svaz moderní kultury Devětsil (Verband moderner Kultur Devětsil). Die Brünner Gruppierung wurde 1927, die Prager 1930 wieder aufgelöst.[1]

Gründungsmitglieder

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Führungspersönlichkeiten

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Schauspieler (Theater)

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Kritiker, Theoretiker, Wissenschaftler

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Einzelnachweise

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  1. a b Devětsil, Portal Monoskop, online auf: monoskpo.org
  2. Manifest sedmi (Originaldokument), online: www.ucl.cas.cz (PDF-Datei; 421 kB), tschechisch
  3. Z. Kárník: České země v éře První republiky (1918-1938), Libri, Prag 2003, zit. nach: Adéla Křížová: Časopis Levá fronta v historickém kontextu počátku 30. let, Diplomarbeit an der Universität in Budweis, Budweis 2011, Seite 12
  • Rostislav Švácha: Devětsil : Czech avant-garde art, architecture and design of the 1920s and 30s. Design Museum, London; Museum of Modern Art, Oxford 1990
  • Walter Schamschula: Die tschechische Literatur: Aufbruch des Internationalismus, in: Neues Handbuch der Literaturwissenschaft. Band 20: Zwischen den Weltkriegen. Wiesbaden : Akad. Verl.-Ges. Athenaion 1983, S. 540–547