Farrand Stewart Stranahan

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F. Stewart Stranahan

Farrand Stewart Stranahan (* 2. Februar 1842 in New York City; † 13. Juli 1904 in St. Albans, Vermont) war ein US-amerikanischer Veteran des Sezessionskriegs, leitender Angestellter der Central Vermont Railway, Bankier und Politiker, der von 1892 bis 1894 Vizegouverneur von Vermont war.

F. Stewart Stranahan wurde in New York City als Sohn von Farrand Stewart Stranahan (1812–1845) und Caroline (Curtis) Stranahan geboren. Der New Yorker State Senator Farrand Stranahan (1778–1826) war sein Großvater und sein Urgroßvater war General Charles Stewart (1729–1800).[1][2]

Nach Vermont zog Stranahan 1859. Drei Jahre später, am 6. August 1862 heiratete er Miranda Aldis Brainerd, Tochter des Senators Lawrence Brainerd und seiner Frau Fidelia Gadcomb.[3] Diese Ehe verband ihn mit zwei der bedeutendsten Familien Vermonts, den Familien Brainerd und Smith. Mirindas Schwester, die Autorin Ann Eliza Smith, war die Ehefrau des Gouverneurs des Bundesstaates Vermont J. Gregory Smith, der auch Präsident der Central Vermont Railway war. Ihr Bruder Lawrence Brainerd Jr. war mit Luisa T.B. Smith, der Schwester von J. Gregory Smith, verheiratet.[4][5]

Bereits der Vater von J. Gregory Smith John Smith war Sprecher im Repräsentantenhaus von Vermont und Mitglied im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten, zusätzlich einer der frühen Begründer der Central Vermont Railway. Der Bruder von J. Gregory Smith war Worthington Curtis Smith, Abgeordneter im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten und Vater des Gouverneurs von Vermont Edward Curtis Smith.[6][7][8]

Sezessionskrieg

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Stranahan wurde am 15. August 1862 angeworben und musterte als First Sergeant der Kompanie L des 1st Vermont Cavalry Regiments am 29. September 1862 an. Er wurde zum Second Lieutenant am 18. Januar 1864 ernannt, dies rückwirkend zum 5. Januar und zum First Lieutenant am 5. Mai 1864, rückwirkend zum 28. Februar. Für mehrere Monate war er Aide-de-camp von Brigadegeneral George Armstrong Custer.[9][10][11]

In seiner Zeit als First Sergeant nahm Stranahan unter Elon John Farnsworth am Angriff in der Schlacht von Gettysburg teil.[12][13]

Stranahan quittierte den Dienst am 28. August 1864. Am Abend des 19. Oktober 1864 jedoch erreichte mit der nördlichsten Kampfhandlung an Land, dem St.-Albans-Vorfall, der Sezessionskrieg die Stadt St. Albans. Stranahan beteiligte sich an der Verfolgung der flüchtenden Konföderierten, die bei ihrem Übergriff mehrere Banken ausgeraubt und zwei Bürger verwundeten, davon einen tödlich.[14] Das Haus von J. Gregory Smith war ein Ziel der Raiders, doch die Angreifer umgingen das Haus auf ihrer Flucht. Für ihren Einsatz in der Verteidigung des Smith-Hauses und die Bemühungen um die Menschen in St. Albans, sowie die Verfolgung der Räuber, ernannte Peter T. Washburn Mrs. Smith zum Brevet Oberstleutnant in seinem Stab.[15]

Späteres Leben

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Stranahan wurde nach dem Krieg im Jahr 1865 Zahlmeister der Vermont Central Railway. 1871 wurde er zum Kassierer der National Car Company ernannt, einem anderen Eisenbahnunternehmen der Smith-Familie. Kassierer der Welden National Bank wurde er im Jahr 1886 und zum Vizepräsidenten der Bank wurde er 1892 ernannt. Auch war er einer der Direktoren der Central Vermont Railway, Vizepräsident der Missisquoi Valley Rail Trail, Offizier der National Dispatch Line, einem Teil der Grand Trunk Railway und Vizepräsident des St. Albans Messenger, der örtlichen Zeitung.[16][17][18]

Er setzte seine militärische Karriere als Kommandant der Kompanie D des 1st Vermont Infantry Regiments im Rang eines Hauptmanns fort und war Stabschef für Gouverneur Ebenezer J. Ormsbee im Rang eines Obersts.[19][20]

Stranahan gehörte den Bruderschaften Grand Army of the Republic und dem Military Order of the Loyal Legion of the United States an. Er war Mitglied der Republikanischen Partei und arbeitete als Treuhänder der Stadt St. Albans. Außerdem war er Mitglied des Vermonter Repräsentantenhauses. Später war er Mitglied des Senats von Vermont. Auch war er Treuhänder der Reformierten Schule.[21][22]

Zum Vizegouverneur von Vermont wurde er 1892 gewählt und trat seine Amtszeit an, die ihm durch die Mountain Rule ermöglicht wurde.[23]

Stranahan erkrankte 1904 und reiste auf die Bahamas um von seiner Krankheit zu genesen.[24] Er starb in St. Albans am 13. Juli 1904. Sein Grab befindet sich auf dem Greenwood Cemetery.[25][26]

Einzelnachweise

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  1. Sons of the American Revolution, National Register, Ausgabe 1, 1902, Seite 983
  2. Hiram Carleton, Genealogical and Family History of the State of Vermont, Ausgabe 1, 1903, Seite 306–307
  3. Vermont Vital Records, 1720–1908, Eheurkunde von Farrand Stewart Stranahan und Miranda Aldis Brainerd, abgerufen am 11. Dezember 2013
  4. David Dudley Field, The Genealogy of the Brainerd Family in the United States, 1857, Seite 151
  5. The Vermonter magazine, In Memoriam: Farrand Stewart Stranahan, Juli 1904, Seiten 387–388
  6. Cathryn J. Prince, Burn the Town and Sack the Banks!: Confederates Attack Vermont!, 2006, Seite 57
  7. Rossiter Johnson, John Howard Brown, Autoren, The Twentieth Century Biographical Dictionary of Notable Americans, 1904
  8. Prentiss Cutler Dodge, Encyclopedia of Vermont Biography, 1912, Seiten 49–50
  9. Vermont General Assembly, Vermont Legislative Directory, 1884, Seite 65
  10. national Park Service, Soldier Details: F. Stewart Stranahan, abgerufen am 11. Dezember 2013
  11. George A. Rummel, Cavalry on the Roads to Gettysburg, 2000, Seite 453
  12. Custer, Andie, "The Wells Monument: Bas Relief of Farnsworth's Charge," Blue & Gray, Spring 2006, 23:i, Seite 56.
  13. Dedication Committee, Dedication of the Statue to Brevet Major-General William Wells and the Officers and Men of the First Regiment Vermont Cavalry, 1914, Seiten 45–46
  14. Hoffman, Elliott W., editor, History of the First Vermont Cavalry Volunteers in the War of the Great Rebellion, Baltimore, MD: Butternut & Blue, 2000, Seiten 229–230.
  15. Brainerd History (Memento vom 17. August 2013 im Internet Archive)
  16. St. Albans Board of Trade, Advantages, Resources and Attractions of St. Albans, Vt., 1889, Seiten 10, 29, 36, 40, 47, 70, 97
  17. Th raileay Age Monthly and Railway Service Magazine, Car Accountants, Januar 1882, Seite 401
  18. William Hartley Jeffrey, Successful Vermonters: A Modern Gazetteer of Lamoille, Franklin and Grand Isle Counties, Vermont, 1907, Seiten 312–313
  19. Yorktown Centennial Commission, Commission Report, 1883, Seite 136
  20. Vermont Adjutant General, Biennial Report, 1908, Seite 95
  21. Robert Burns Beath, History of the Grand Army of the Republic, 1889, Seite 400
  22. Military Order of the Loyal Legion of the United States, Commandery of the State of Massachusetts, Register of the Military Order of the Loyal Legion of the United States, 1906, Seite 218
  23. Jacob G. Ullery, Men of Vermont Illustrated, 1894, Seiten 386–387
  24. Boston Daily Globe, Ex-Lieut. Gov F. Stewart Stranahan is critically ill at Miami, Fla., 6. März 1904
  25. Kennebec (Maine) Daily Journal, Death Notice for F. Stewart Stranahan, 14. Juli 1904
  26. Vermont, Vital Records, 1720–1908, Death Certificate for Farrand Stewart Stranahan, abgerufen am 11. Dezember 2013
  • Hiram Carleton (Hrsg.): Genealogical and Family History of the State of Vermont. The Lewis Publishing Company, New York NY u. a. 1903, S. 306–307.
  • Andie Custer: The Wells Monument: Bas Relief of Farnsworth's Charge. In: Blue & Gray Magazine. Bd. 23, Nr. 1, Spring 2006, ISSN 0741-2207, S. 56–57.
  • Horace K. Ide: History of the First Vermont Cavalry Volunteers in the War of the Great Rebellion (= Army of the Potomac Series. Bd. 27). Edited and additional material by Elliott W. Hoffman. Butternut & Blue, Baltimore MD 2000, ISBN 0-935523-74-X.
  • Horatio Nelson Jackson: Dedication of the statue to Brevet Major-General William Wells and the officers and men of the First Regiment Vermont Cavalry. On the battlefield of Gettysburg, July 3, 1913. Privately printed, s. l. 1914, S. 45.
  • Theodore S. Peck (Hrsg.): Revised Roster of Vermont Volunteers and lists of Vermonters who Served in the Army and Navy of the United States During the War of the Rebellion, 1861–66. Press of the Watchman Publishing Co., Montpelier VT 1892, S. 260.