Quartier du Combat

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Quartier du Combat
Verwaltung
Staat Frankreich
Region Île-de-France
Stadt Paris
Arrondissement 19.
Demographie
Verkehrsanbindung
Metro
Koordinaten
48° 53′ N, 2° 23′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 2° 23′ O

Das Quartier du Combat ist das 76. der 80 Quartiers (Stadtviertel) von Paris im 19. Arrondissement.

Die Stadtviertel im 19. Arrondissement

Der Verwaltungsbezirk im 19. Arrondissement von Paris wird von folgenden Straßen begrenzt:

Pariser Informationstafel
«Combat du Taureau»

Der «Place du Combat», der 1945 in Place du Colonel Fabien umbenannt wurde, ist der westliche „Eingang“ des Stadtviertels.

Von 1781 bis 1833 wurden hier Tierkämpfe veranstaltet.[1][2] In einer Manege aus Holz wurden Kämpfen zwischen Hunde und Kampfstiere, Hunde und Wildschweine oder ähnliche Paarungen vorgeführt. Das Dekret zum Verbot von Tierkämpfen in Paris[A 1][3] stammt aus dem Jahr 1833[4], wie damalige Journalist Alfred Delvau in seiner Histoire anecdotique des Barrières de Paris (1865) feststellt.[1]

An diesem Platz war auch die Barrière du Combat in der Mauer der Generalpächter. Er war jedoch als Zirkel so angelegt, dass der blutige Zirkus außerhalb der Stadt lag.

Bis zur Regierungszeit Louis XIII. lag der am wenigsten angenehmen Ort von Paris wohl in dem Dreieck der Straßen Rue de Meaux, Avenue Secrétan und Rue Sadi Lecointe: Hier stand der Gibet de Montfaucon. Da er vor dem Bau der Mauer der Generalpächter errichtet wurde, befand er sich außerhalb der Stadtmauer.

Sehenswürdigkeiten

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Commons: Quartier du Combat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b Alfred Delvau, «La barrière du Combat», in Histoire anecdotique des barrières de Paris : Avec 10 eaux-fortes par Émile Thérond, Paris, Hrgb. E. Dentu, 1865, 298 S. (PDF), S. 135–145
  2. Victor Fournel, Kap. XIII: «Combats d'animaux. Bêtes fauves et dompteurs», in Le Vieux Paris: fêtes, jeux et spectacles, Tours, Hrgb. Alfred Mame et fils, 1887, 526 S., (S. 439ff)
  3. Xavier Perrot, «La fabrique du divertissement animalier: Cirque et combats, entre dénaturation pour le rire et effusion de sang pour le plaisir», Revue semestrielle de droit animalier – RSDA, Limoges - Montpellier, Université de Limoges - Université de Montpellier, No. 2 «Le Cirque», 2e semestre 2016, S. 209–234 (ISSN 2258-0530, HAL hal-01627455, PDF)
  4. Maurice Agulhon, « Le sang des bêtes : Le problème de la protection des animaux en France au XIXe siècle », Romantisme, no 31 « Sangs », 1981, p. 81–110 (ISSN 0048-8593, DOI:10.3406/roman.1981.4475, lire en ligne
  1. Das Verbot von Tierkämpfen in Paris im Jahr 1833 geht auf die Annahme des Loi Grammont du 2 juillet 1850 (Jacques Delmas de Grammont, 1796 – 1862) gegen die Misshandlung von Tieren zurück: Es verbietet Tierkämpfe, wenn sie in der Öffentlichkeit gezeigt werden und es sich um Haustiere handelt.)